Karl Fanta, Erinnerungen I, S. 48-49:
Nach dem Tode Josef Schöffls stritten sich die Erben um das Riesenvermögen. Meiner Grossmutter Eleonara Schaller, die den Saazer Besitz als Witwe führte (Grossvater Schaller starb 1899) wurden Vorwürfe über Vorwürfe gemacht – und
schliesslich wurde nach 1900 der ganze Riesenbesitz an einen Juden, Lang, verkauft, dessen Witwe heute schwer, kämpft. Das Vermögen der Erben zerrann in der Inflation nach dem Weltkriege zu nichts. Zeuge diese reichen Vergangenheit ist allerdings noch die Schöffl-Gruft am Saazer Friedhof, die, in klassischem Renaissancestil ausgeführt, bis jetzt noch die schönste des Friedhofes ist.
Am Heinzenhof in Zeutschach stehen heute (1936) Möbel, die jahrzehntelang in Wakowitz, dann im Schöffl-Haus in Saaz standen. das ist der Rest. Wer an einem ererbten Vermögen nicht weiterarbeitet, und weiterbaut, dem zerrinnt es unter den Fingern. Vielleicht kann der obersteirische Bergbauernhof eine neue Heimat für die Fantas werden.

