
Verfasserin: Hilde
Besuch in Hörersdorf, Zeutschach
Rückkehr nach Klagenfurt
Sonntag, 1.1. 1989
Wir schlafen bis 11.00. Es ist bald das Mittagessen. Ein Besuch bei Fr. Richter (ihr 89. Geb.) und das Einladen der Lebensmittel runden den Besuch im Grenzland schon wieder ab. In Mistelbach stoppen wir noch bei Bernadett und Franz, wo sich Simon + Alexander sehr schön mit der Burg spielen. Den ganzen Vormittag + nach dem Mittagessen war’s eher turbulent, weil sie zu dritt waren. Für’s Mittagessen hatte Mama die schöne Schulbank-Tisch-Bank-Garnitur herausgeholt gehabt u. so für ein rel. nettes Mittagessen gesorgt, was Störungen anlangte. Um 1/2 8 Zeutschach (3 1/2 Std. Fahrt). Um 20.00 verlassen wir Zeutschach, um um 21.00 da anzukommen. Wir packen aus + lesen.

Verfasserin: Hilde
71,5 > Gewicht Walter
Burzens > Familie Ulfried Burz
Walters literarische Pläne – Jargon beim Roten Kreuz Schwaz (Zivildienst 1984)
Montag, 2.1. ’89 71,5
Walter geht arbeiten, Alexi in die Krabbelstube. Ich korrigiere die Koon-Lit.arbeit (für die VO-Prüfung) + gebe sie dann ab. Am Nachmittag fahren wir zur Bank (-12.000, kein Wunder, habe ich doch schon 10.000 für Bausparverträge, 1000 für das neue Fahrrad + 1020 für die Saunakarte extra gebraucht). Burzens sind nicht zu Hause. So gehen wir einkaufen, kochen, essen, W. geht zu Donauland, dann Krabbelstube putzen und kehrt erst um ca. 22.00 wieder, denn er hat viele Bücher gekauft und viele Ideen während des Putzens niedergesschrieben. Er arbeitet an einem Monumental- u. Totalroman, der mit allen „abfährt“ und den restlichen die Wadeln „viere“ richtet, wie man so schön sagt, und alles, weil „es enk für nix interessiert’s!“ (sagt der Dicke vom RK Schwaz).

Verfasserin: Hilde
71,0 > Gewicht Walter
Diplomarbeit über zweisprachigen Spracherwerb von Alexander
Sprachliche Entwicklung von Alexander
Dienstag, 3.1. ’89 71,0
Habe ganz produktiven Vormittag, nachdem W + A weg sind: Prüfe Clohsens Bücher auf ihre Tauglichkeit, mir bei meiner Diplomarbeit als Raster zu dienen – ist nicht der Fall. Transkribiere eine ganze Kassette (A + B Seite / Nr. 7) + gehe dann auf die Uni Walter holen. Verbringe den ganzen Nachmittag bei Edith Ramskogler, putze dann aus Zorn (wegen des stupiden Nachmittags), nicht ohne vorher eine Zigarette bei Claudia Husny geraucht zu haben. Als ich um 20.00 nach Hause komme, kann ich dem Schnitzel leider Gottes nicht wiederstehen + esse es zus. mit Linsen. Diskutiere dann mit Alexi über Busytown, der momentan in der Phase des Wortverfremdens ist; z.B. Framer Alfalfa puts his money /= shoney in the bank /= shank. Alfred = Schalfred says hi to his daddy /= Shaddy. He laughs + is very happy. Since 2/3 days he’s able to give us real „Schnalzbussis“, in Zeutschach he even confessed ohne nicht „Ich hab dich lieb, Mummy + „Papi“. Yesterday I told him that he loved Mummy + Daddy + that he could sleep in peace (as variation from: Daddy loves you + you can sleep in peace), but not him. He understands that now very well + is generally funny, naughty + mischievous (but humorously so); he loves to be with older boys, but not with gready Peter Ramskogler, who doesn’t like to share toys.

Verfasserin: Hilde
71,0 > Gewicht Walter
Hannes > Johannes Ehrlich, Hilfkraft im Musil-Projekt
GR > Lokaler Geistiger Rat der Bahá’ì

Verfasser: Walter
Arno > Arno Rußegger
Maria Mikl > Auftragsarbeit an der Pädagogischen Akademie über die Zeugen Jehovas
Aspetsberger > Leiter Musil-Projekt
GR > Lokaler Geistiger Rat der Bahá’ì
Mittwoch, 4.1. ’88 71,0
Walter + Alexi um 8:00 in Krabbulu (wir schlafen jetzt lange, esp. Alexi + ich 11 Std.). Um 9.00 holt Peter das Bücherregal. Ich hole Alexi um 13.00 v. d. Krabbulu; W. bleibt auf der Uni, um Überstunden zu machen (Hannes geht), und um für die Diplomarbeit f. Mariza Bücher zu besorgen. Um 15:30 Video über Winterschule + GR Sitzung 20.00
Ich stoße heute mit Arno bzgl. meiner fingierten Hausarbeit für Maria Mikl zusammen. Wir fahren mit dem Auto zu Fa. Achatz, um Computer-Papier zu kaufen. Da zieht er plötzlich die Bibel, liest Jesu‘ Gleichnis vom Baum und den Früchten und hält eine lange Predigt. Dannach intensive Unterhaltung, in der er mich zwingen will, von meiner analysierend-distanzierten Haltung gegenüber dem Glauben Abstand zu nehmen. Er sagt: „Ich will von dir einmal Taten sehen, nicht immer nur Worte!“ Was meint er damit? – Er nimmt jetzt vor allem Anstoß an meinem Verhalten, ihn u. einige Glaubensbrüder zu interviewen. „Interview“ – da bestimmt ja ein anderer, nicht der Wachtturm, das Vorgehen! Inakzeptabel! Ich ärgere mich ziemlich u. bin traumatisiert!! Aber ich gebe es ihm gegenüber nicht zu.
Besprechung mit Aspetsberger bzgl. Datenaustausch mit Trier. Schreibe mit Arno Brief an Trierer.
Nachmittags ist die Familie Greis da. Sehen Video-Aufnahmen von Musik-Veranstaltungen a. d. Winterschule.
Abends GR-Sitzung. Hilde geht u. nimmt Sabir u. Amir mit.
