Romy – Personen & Szenerien

Personen
  • Romy Schneider
  • Laurent Petin
  • Doktor Emile Deponge
Regieanweisung

Zur eindrucksvollen Gestaltung der beiden Monologszenen (erste und dritte Szene) ist die Einblendung von charakteristischen Ausschnitten aus Filmen mit Romy Schneider auf einem  im Hintergrund der Bühne befindlichen – möglichst großen – Bildschirm, an den im Text hierfür angemerkten Stellen, vorgesehen. Diese Einblendungen (4 in der ersten, 7 in der dritten Szene) erfolgen mit dem zugehörigen Ton und unterbrechen damit den Text. Sie sollten jedoch nur relativ kurz sein (in der ersten Szene jeweils etwa 15-20 Sekunden, in der dritten Szene etwas länger). Der Monolog der ersten Szene kann durch das – im Text angemerkte – wiederholte Rotwein-Trinken, sowie Rauchen von Zigaretten, gestisch begleitet bzw. aufgelockert werden. Die Gestaltung der dritten Szene (zweiter Monolog) erscheint insofern schwieriger als jene der ersten, als sie  Romys narrative Rückbesinnung – als visionäre Vergangenheitsbewälti­gung – zum Gegenstand hat. Um die erforderliche theatralische Wirkung zu erzielen könnte es sich als zweckmäßig erweisen, in dieser Szene zu den begleitenden Hilfsmitteln der (stummen) filmischen Textillustration, sowie darüber hinaus – gegebenenfalls – der Pantomime bzw. Choreo­graphie, zu greifen. Die szenische Realisierung dieses zweiten Romy-Monologs wird sich demnach möglicherweise aufwendiger als jene des ersten gestalten: Etwa in der Art, dass die körperliche Romy in einem Lehnstuhl, den Blick dem Zuschauerraum zugekehrt, sitzt, während sich die visionäre, in Aufmachung und Kostümierung dem darzustellenden Lebensabschnitt jeweils angepasst, pantomimisch auf der Bühne umher bewegt oder/und auf dem Bildschirm – als filmische Textbegleitung – zur Geltung gebracht wird. Die begleitende Darstellung wäre unter Umständen auch noch durch weitere (visionäre) Personen und Ereignisse zu bereichern, die für Romys (visionäre) Vergangenheitsbewältigung von Bedeutung sind. Zur Sprechrolle der Romy kommen demnach allenfalls filmisch oder/und choreographisch wirksame stumme Akteure, deren Auswahl und Einordnung in das Prozedere dem Einfallsreichtum des Regisseurs und den verfügbaren Mitteln des jeweiligen Theaters überlassen bleiben mögen. Einer möglichst effekt­vollen, oftmals wechselnden, Beleuchtung und fallweisen musikalischen Untermalung kommt entsprechender Stellenwert zu. Für die Beschaffung des zur szenischen Einblendung bzw. begleitenden und ergänzenden Illustration benötigten Filmmaterials kommen u. a. Unternehmen des Video-Verkaufs- und Verleihs, solche des Film-Verleihs- und Vertriebs, sowie Filmarchive und Dokumentationszen­tren, in Betracht.

Filme für Einblendungen (Szenenausschnitte, Melodien)
  • Wenn der weiße Flieder wieder blüht (1953, D, Regie: Hans Deppe, R S als Evchen Forster, Lied: Wenn der weiße Flieder wieder blüht).
  • Feuerwerk (1954, D, Regie: Kurt Hoffmann, Lied: Oh mein Papa).
  • Monpti (1957, D, Regie: Helmut Käutner, Lied: Ganz Paris träumt von der Liebe).
  • Mädchen in Uniform (1958, D/F, Regie: Geza Radvanyi, R S als Manuela von Meinhardis).
  • Die Sendung der Lysistrata (1960, D, Fernsehen/NDR, Regie: Fritz Kortner, R S als Myrrhine/Uschi Hellwig).
  • Der Kampf auf der Insel (Le combat dans L’île, 1961, F, Regie: Alain Cavalier, R S als Anne).
  • Boccacio 70 (1961, I/F, Regie: Luchino Visconti, R S als Pupé).
  • Der Prozess (Le procés, 1962, F/D/I, Regie: Orson Welles, R S als Leni).
  • Der Swimmingpool (La piscine, 1968, F/I, Regie: Jacques Deray, R S als Marianne).
  • Trio Infernal (Le trio infernal, 1973/74, F/I/D, Regie: Francis Girod, R S als Philomena Schmidt).
  • Nachtblende (L’ important c’est d’aimer, 1974, F/D/I, Regie: Andrzej Zulawski, R S als Nadine).
  • Die Spaziergängerin von Sans-Souci (La Passante du Sans-Souci, 1982, F/D, Regie: Jacques Rouffio, Jacques Kirsner, R S als Elsa Wiener/Lina Baumstein).

Filme für stumme Textillustrationen in der 3. Szene

  • Mädchenjahre einer Königin (1954, Ö, Regie: Ernst Marischka, R S als Victoria).
  • Deutschmeister ( 1955, Ö, Regie: Ernst Marischka, R S als Constanze Hübner).
  • Sissi ( 1955, Ö, Regie: Ernst Marischka, R S als Prinzessin Elisabeth von Bayern).
  • Sissi, die junge Kaiserin (1956, Ö, Regie: Ernst Marischka, R S als Kaiserin Elisabeth).
  • Robinson soll nicht sterben (1956, D, Regie: Josef von Baky, R S als Maud Cantley).
  • Christine (1958, F/I, Regie: Pierre Gaspard-Huit, R S als Christine Weiring). Eine einfache Geschichte (Une histoire simple, 1978, D/F, Regie: Claude Sautet, R S als Marie)