Szenerie
Personen: Coppelius. Spalanzani.
Coppelius: Der freche Bube wird sich doch nicht – als mein Gegenspieler – der Parlamentswahl stellen?
Spalanzani: Wir müssen ihm zuvorkommen; ihn beseitigen.
Coppelius: Oder ihn – noch besser – in den Selbstmord treiben. Bevor er seine Ränke ...
Spalanzani: Oder – noch schlimmer – sein Wissen über uns ...
Coppelius: Was weiß der Schurke über mich?
Spalanzani: Wenn du es befiehlst, so lasse ich es dir vorspielen.
Coppelius: Was soll das heißen? Ich bin integer; habe nichts zu verbergen. Mein Privatleben geht im Übrigen niemand etwas an.
Spalanzani: Wenn du legal an die Macht kommen willst, musst du die öffentliche Meinung mehrheitlich auf deiner Seite haben. Es wird dir daher nicht erspart bleiben, auch dein Privatleben offen zu legen.
Coppelius: Wichtiger ist das Geld. Davon kann ich nie genug bekommen
Spalanzani: Olimpia und Nathanael sollen davon – durch raffinierte Medienmanipulation – so viel als möglich sich erraffen.
Coppelius: Dann kommt die Nacht der langen Messer und der ganze Reichtum fällt uns zu.
Spalanzani: Dazu musst du zuerst die Macht im Staat ergreifen.
Coppelius: Du meinst, mein Privatleben könnte dem im Weg stehen?
Spalanzani: Denk’ an Nathanaels Vater, den du gekillt hast.
Coppelius: Es war ein Unfall.
Spalanzani: Ob das anstößig ist oder nicht, musst du selbst entscheiden. Du bist der große Führer, der dem Volk die Anstandsregeln durch sein Vorbild demonstriert.
Coppelius: Ich werde jeden liquidieren lassen, der an den von mir diktierten Anstandsregeln Anstoß nimmt.
