Karl Fanta, Erinnerungen I, S. 51: Schwimmen in der Eger
Wie schön war es im Sommer an der Eger, wenn Tante Marie Fanta mit meinem Vetter Karl Janka und mir auf die Schwimmschule ging; nach Ende des Bades gab es immer bei der dicken, gemütlichen Frau Masni, der Mutter der beiden Schwimmmeister, Knackwürste und saure Gurken, dazu das gute Saazer Brot. Oder in der Mittelschulzeit, wenn wir an warmen Sommermorgen auf der glitzernden Eger zwischen den grünen Uferauen stromaufwärts bis über Libotschau ruderten, in genauer Kenntnis des Flusses jede Gegenströmung ausnüzend, über Stromschnellen schiebend, in der Freude auf die kommende feine Stromabfahrt.
Karl Fanta, Erinnerungen I, S. 77: Hopfenpflücken in Trnowan
Das waren die Jugenderinnerungen aus der Saazer Landwirtschaft: Die Fahrt auf den grossen Leiterwagen nach Trnowan zum Hopfenpflücken („Hoppenpflocker“) und abends zurück in der Mitte zwischen den im vorderen und rückwärtigen Teile des Wagens aufgeschichteten „Hopfenzichen“ (Hopfensäcken), umweht von dem starken, bitterlichen, aber gar nicht unangenehmen Hopfengeruch.
